Interessantes Crowdfunding-Projekt einer nachhaltigen Versicherung

Ein sehr interessantes Projekt zur Finanzierung eines vollständig nachhaltigen Versicherungsunternehmens ist gerade auf der Crowfunding-Plattform Startnext gestartet: Die „ver.de“ Versicherung hat sich zum Ziel gesetzt, die erste orginär nachhaltige Sachversicherung zu sein, ein mutiges Projekt, überhaupt eine Versicherung komplett neu zu gründen und eine dezidiert nachhaltige Versicherung noch dazu. Mehr Infos dazu von der Gründerin Dr. Marie Meinhold (die eine lange Berufserfahrung bei einer großen konventionellen Versicherung hat) hier auf dieser Startnext-Seite.

Wer will, kann das Projekt bereits mit Beträgen ab 20,- Euro unterstützen, offizieller Start wird im Laufe des Februar 2017 sein:

https://www.startnext.com/ver-de

Zweite Vergabe von Nachhaltigkeitssiegeln für Investmentfonds

Nach dem Start des „FNG-Siegels“ für nachhaltige Investmentfonds im letzten Jahr hat das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) nun am 23.Nov. 2016 zum zweiten Mal diese Auszeichnung für insgesamt 38 nachhaltige Fonds vergeben. Die vollständige Liste der so ausgezeichneten Fonds findet sich hier auf einer Seite der FNG-Siegel Homepage. Die Methodik und die Auditierung bei Auswahl und Prüfung der Fonds wurde dabei nun weiter verbessert, u.a. wird nun auch die gesamte Strategie der Fondsanbieter zur Begrenzung des Klimawandels unter die Lupe genommen. Zu den einzelnen Kriterien, nach denen dieses Siegel vergeben wird, findet sich ebenfalls eine ausführliche Information auf der Siegel-Website. Natürlich gibt es noch mehr nachhaltige Fonds mit vernünftigen ethisch-ökologischen Auswahlkriterien, zukünftig sollten aber immer mehr Fondsgesellschaften mit solchen Angeboten sich von der FNG-Siegel Institution prüfen lassen. Dann wird auch die Bedeutung im Markt wachsen als einfach erkennbares Qualitätsmerkmal für den Verbraucher, mit dem gute Nachhaltigkeitskriterien eines Investmentfonds leicht beurteilt werden können.

Beraternetzwerk Ökofinanz 21 in Radiosendung des Deutschlandfunks am 3.November

Das Beraternetzwerk Ökofinanz 21, in dem ich aktiv bin, hat nächste Woche am 3.November einen Radioauftritt im Deutschlandfunk im Rahmen der Sendung „Marktplatz“, in der es in dieser Sendung um nachhaltige Geldanlagen geht. Teilnehmen wird, neben anderen, der Vorsitzende und Gründer unseres Vereines, Ingo Scheulen. Bin sehr gespannt und freue mich über die Publizität zu dem wichtigen Thema der nachhaltigen Geldanlagen! Die Sendung wird am Donnerstag, den 3.November ab 10:10 Uhr ausgestrahlt und wird danach auch über die „Marktplatz“-Seite des Deutschlandfunks als Podcast abrufbar sein.

Führungen im Green City Praterkraftwerk München – Termine April 2016

Das Praterkraftwerk München, erbaut von Green City Energy im Jahr 2010 zusammen mit den Stadtwerken München, ist ein interessantes Beispiel, wie ein Wasserkraftwerk auch mitten in einer Großstadt entstehen und Ökostrom produzieren kann.

In diesem Praterkraftwerk veranstalten mein Kollege und ich demnächst eine Führung in Zusammenarbeit mit Green City Energy. Von außen ist außer der Schautafel normalerweise nichts zu sehen, aber im Rahmen der Führung können die unterirdischen Anlagen des Kraftwerks besichtigt werden. Ein Vertreter von Green City Energy wird dabei auch einiges zur spannenden Entstehungsgeschichte und zu den ökologischen Aspekten erzählen.

Die nächsten Termine dafür sind:

Mittwoch, der 13.04.2016 um 16:00 Uhr
und
Samstag, der 23.04.2016 um 11:00 Uhr

Dauer ca. 45 Minuten, die Teilnahme ist kostenfrei!

Einige Plätze sind noch frei, wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich gerne noch über meine Kontaktseite anmelden.

Webtalks von Geld mit Sinn e.V. mit Mathias Winkler

Der Verein Geld mit Sinn e.V. bietet seit kurzem Webtalks zu verschiedenen Themen rund um nachhaltige Geldanlagen an. An zwei Terminen im Januar und März 2016 nimmt der Autor dieses Blogs, Mathias Winkler, als Gesprächspartner teil. Am 26. Januar um 18:30 Uhr spricht Jana Große mit mir über: „Was können nachhaltige Geldanlagen bewirken“. Und am 17. März dann ein Webtalk von Nicole Rupp mit mir zu den „5 gefährlichsten Finanzprodukten“. Jeder Interessierte kann teilnehmen und sich kostenfrei zu den „Geld mit Sinn“-Webtalks anmelden.

Nachhaltigkeitssiegel für 34 Investmentfonds nun erstmalig vergeben

Am 8. Dezember hat das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) das langerwartete Nachhaltigkeitssiegel für Investmentfonds nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Ausgezeichnet wurden insgesamt 34 Fonds; auf der Webseite dazu finden sich auch Links zu den Einzelheiten der jeweiligen Nachhaltigsprofile.

Die Mindestanforderung sind die Ausschlusskriterien Atomkraft und Waffen, weiterhin als Mindeststandards die vier Bereiche des UN Global Compact, also Menschen- und Arbeitsrechte, Umweltschutz und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Außerdem müssen bestimmte Transparenz- und Prozesskriterien erfüllt sein. Diese Standards werden übrigens laufend überprüft, ggf. könnte einem Fonds das Siegel in Zukunft also auch wieder aberkannt werden.

Für die Öffentlichkeitswirkung von nachhaltigen Geldanlagen ist das ein sehr erfreulicher und wichtiger Schritt, es steht nun in Deutschland erstmals ein für alle Interessierten leicht erkennbares Kriterium zur Verfügung, die Nachhaltigkeit eines Investmentsfonds zuverlässig und einfach beurteilen zu können.

Erstes Nachhaltigkeitssiegel für Investmentfonds wird nun am 8.Dezember vorgestellt

Der Branchenverband Forum Nachhaltige Geldanlagen arbeitet bereits seit einiger Zeit intensiv an einem einheitlichen Siegel zur Auszeichnung von nachhaltigen Investmentfonds. Es handelt sich dabei um die erste Kennzeichnung dieser Art in Deutschland, die es allen interessierten Anlegern ermöglichen wird, bei Investmentfonds auf den ersten Blick zu sehen, ob bestimmte ökologische, ethische und sozialen Mindestkriterien bei der Auswahl der investierten Wertpapiere eingehalten werden. Auch wenn es natürlich noch viele weitere und  differenziertere Aspekte gibt, die bei der Zusammenstellung eines (ökologisch und ökonomisch) guten nachhaltigen Fondsportolios berücksichtig werden sollten, so ist dieses Siegel doch ein wichtiges Signal für die öffentliche Wahrnehmung von ethisch-ökologischen Geldanlagen (ähnlich wie bei den ja schon seit langem etablierten Bio-Siegeln im Lebensmittelbereich). Die Vorstellung der erstens Fonds, die dieses Siegel erhalten werden findet nun am 8.Dezember in Berlin statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird es auch Gelegenheit zum Austausch mit Gästen aus Finanzbranche, Wissenschaft, Medien und Politik geben.

Neue Termine für Führungen zum Kiribaum-Projekt

Der Anbau des Kiri-Baum ist ein interessantes Projekt zur Geldanlage in nachhaltige Holzwirtschaft. Für alle, die sich für dieses Projekt interessieren oder für solche, die bereits investiert haben, sind die Führungen, die von den Betreibern veranstaltet werden, sehr zu empfehlen. Sie dauern etwa 1,5 bis 2 Stunden und man hat dabei die Gelegenheit, die Anbauflächen „live“ zu erleben und vom Geschäftsführer und Gründer der Gesellschaft persönlich vieles Wissenswerte über das Unternehmen und die anstehenden Projekte zu erfahren. Die nächsten Termine dazu sind die folgenden:

  • 04. Juli 2015 in Ladenburg (bei Mannheim)
  • 18. Juli 2015 in Bonn
  • 29. August 2015 in Mettmann (bei Düsseldorf)
  • 19. September 2015 bei Rostok/Wismar
  • 17. Oktober 2015 in La Portella (Spanien)

Alle Termine sind Samstage und beginnen jeweils um 15 Uhr.

Man kann sich über dieses Formular direkt bei der Gesellschaft anmelden und erhält dann eine Einladung mit weiteren Informationen und Details dazu. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen, denn erfahrungsgemäß sind diese Führungen oft relativ schnell ausgebucht.

Informationsveranstaltung des FNG zur Bewerbungsphase des Fonds-Nachhaltigkeitssiegels

Bald ist es soweit, nach langen Vorbereitungen macht das Projekt eines Nachhaltigkeitssiegels für Investmentfonds nun einen wichtigen Schritt. Nachdem alle Voraussetzungen durch das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) geschafften und die Regularien festgelegt wurden, beginnt nun die „Bewerbungsphase“ für Fonds bzw. Fondsgesellschaften. Zu diesem Anlaß findet am 7.Juli 2015 in Frankfurt eine öffentliche Veranstaltung statt, in der dieses „FNG-Qualitätssiegel“ von der Leiterin dieser Arbeitsgruppe, Sabine Pex, vorgestellt und in einer Podiumsdiskussion anschliessend darüber debattiert wird. Mit dem endgültigen Start, d.h. der Veröffentlichung der mit diesem Siegel versehenen nachhaltigen Investmentfonds, wird gegen Ende des Jahres gerechnet.

Ansätze von Nachhaltigkeit bei Goldmünzen und -barren

Goldmünzen und -barren, von manchen als krisensichere Anlagebeimischung geschätzt, hat allerdings bisher aus ökologischen und sozialen Gesichtspunkten eine weitgehend verheerende Bilanz: extreme Umweltverschmutzung und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse beim Abbau bis hin zu zweifelhaften Lieferanten aus Militärdiktaturen. Nun gibt es aber seit einiger Zeit Bestrebungen, zunächst im Schmuckgold-Bereich, Gold aus fairen Produktions- und Handelsverhältnissen zu beziehen. Bei Anlagegold hat es etwas länger gedauert, aber Ansätze dazu sind inzwischen, wenn auch bisher nur vereinzelt, vorhanden. Einen aufschlußreichen Bericht dazu gibt es in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“. So bezieht z.B. die Prägeanstalt Münze Österreich das Rohmaterial für die Wiener Philharmoniker Goldmünzen ausschließlich von der Schweizer Scheideanstalt Argor-Heraeus. Diese wiederum stand zwar vor einigen Jahren noch in der Kritik, sogenanntes Blutgold aus dem Kongo bezogen zu haben, erfüllt aber inzwischen die Vorgaben von Umwelt- und Sozialstandards des Code of Practices der Branchen-Organistation Responsible Jewellery Council. Bleibt zu hoffen, daß diese Standards und die eigenen Nachhaltigkeitsansprüche des Edelmetallverarbeiters tatsächlich auch einer kritischen Überprüfung standhalten. Immerhin ist ein verstärktes Nachhaltigskeitsbewußtsein und eine zunehmend aufmerksamere Öffentlichkeit auch in dieser Branche angekommen.

Was Barrengold betrifft, so sticht die Pforzheimer Scheideanstalt Heimerle und Meule heraus, die Gold ausschließlich aus überprüften, unbedenklichen Quellen annimmt und auf Primärgold vollends verzichtet (d.h. nur recycletes Gold verarbeitet) und als konfliktfreier Goldaufarbeiter von der Conflict-Free Sourcing Initiative zertifiziert ist. Leider bieten bisher nur wenige Goldhändler für den Endkunden Barren von Heimerle und Meule an. Auch diesbezüglich ist also auf eine Ausweitung des Nachhaltigkeitsbewußtseins in der Edelmetallbranchen zu hoffen. Daß Ansätze dazu da sind, ist aber zumindest eine erfreuliche Entwicklung, die weiter gefördert und gefordert werden sollte.